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Insider Art auf der Ruhr.2010

Abbildung des Logos vom Grugapark in Essen, eine stilisierte rote Tulpe

Einer der Höhepunkte des Jahres und eine unserer bisher größten logistischen Herausforderungen war der Auftritt von Insider Art am 27. Juni 2010 zum "Tag der Begegnung" im Grugapark Essen.  Laut Veranstalter kamen über 50.000 Besucher an diesem heißen Junitag in den Grugapark.

Auch wenn leider die geplante Kunst-Auktion wegen des Deutschlandspiels um die Fußballweltmeisterschaft abgesagt werden musste, besuchten uns Claudia Roth, Bundesvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und ihr politischer Mitstreiter Markus Kurth, sozial- und behindertenpolitischer Sprecher der Grünen, dennoch vor Ort im Musikpavillon. Interessiert und begeistert führten sie intensive Gespräche mit den Künstlern und ließen sich deren Arbeiten vorstellen, aber auch mit welchen schwierigen Rahmenbedingungen und Barrieren sich Künstler mit Handicaps auf ihrem beruflichen Weg auseinandersetzen müssen.

Spontan sagten beide Politiker zu, die Versteigerung der Kunstwerke für den Verein Insider Art e.V. nachzuholen. Sobald Ort und Termin feststehen, informieren wir Sie unter NEUES.

Für ihr Engagement und ihre Unterstützung gilt unser aufrichtiger Dank natürlich Claudia Roth, Markus Kurth und ihren Begleitern, unseren Sponsoren boesner und EPSON, aber auch den Künstlern sowie den zahlreichen Helfern mit all ihrer Umsicht und ihrem tagelangen unentgeltlichen Einsatz. Ohne sie alle wäre diese großartige und erfolgreiche Präsentation von Insider Art auf der Ruhr.2010 niemals möglich gewesen.

Zu unserem Insider-Art-Team gehörten Christian Nieschwitz und Christian Gellhorn (Auf-und Abbau und Betreuung), Katharina Pannek und Tabea Makowka (Organisation und Betreuung der Kunst-Aktion), Sebastian Bleichert (Fotos) sowie zwei Lions-Volunteers (Standbetreuung im Musikpavillon). 
Die Designerin und Kooperationspartnerin Angela Wiegand war aus München angereist und präsentierte die von ihr entworfenen Beistelltische mit Künstlermotiven aus der Insider Art Galerie.

Eine Bilderauswahl soll nachfolgend ein paar Impressionen des Tages wiedergeben.

Ansicht der weißen Künstlerpagoden im Gelände des Kulturparks

Die Aufbauarbeiten sind fast geschafft.

 

Innenansicht der Künstlerpagode von Gisela Schattenburg und Rainer Zimmermann

Die wunderbar korrespondierenden meditativen Arbeiten von Gisela Schattenburg (links) und Rainer Zimmermann (rechts)

 

Einige Besucherinnen vor den Arbeiten von Rainer Zimmermann

Zahlreiche Besucherinnen vor den Arbeiten von Rainer Zimmermann

 



Viele Besucher in der Künstlerpagode von Fritz Bleichert und Gerhard Beck

Publikumsandrang in der Pagode von Gerhard Beck und Fritz Bleichert



Ein Besucher zusammen mit dem Künstler Gerhard Beck vor seinen Arbeiten

Gerhard Beck (rechts) mit einem Besucher vor seinen Arbeiten

 

 

Eine blinde Besucherin ertastet eine Bronzeskulptur von Fritz  Bleichert, der neben ihr. Ein interessierter Junge sieht zu.

Fritz Bleichert lässt blinde Besucher seine Skulpturen ertasten.

 

 

Claudia Roth von den Grünen, Bea Gellhorn von Insider Art und die Designerin Angela Wiegand

Spitzenpolitikerin Claudia Roth mit Bea Gellhorn und Angela Wiegand

 

 

Fritz Bleichert und Claudia Roth vor seiner Arbeit für die Kunstauktion

Claudia Roth, sichtlich amüsiert, mit Fritz Bleichert vor seiner Arbeit "Grün braucht Rot"

 

 

Claudia Roth und Bea Gellhorn im Gespräch am Auktionsstand

Claudia Roth mit Bea Gellhorn im Gespräch über die neue CeptDekor Serie "Insider Art"

 

 

Markus Kurth und Claudia Roth nebeneinander in der Insider Art Lounge

Markus Kurth und Claudia Roth mit großem Interesse an den künstlerischen Arbeiten

 

 

Claudia Roth im Gespräch mit dem Künstler Rainer Zimmermann und seiner Frau

Claudia Roth mit dem Künstler Rainer Zimmermann und seiner Frau

 

 

Alle Podiumsteilnehmer auf der Bühne im Musikpavillon

Angeregte Podiumdiskussion (von links nach rechts): Bea Gellhorn (Insider Art), Volker Elsen (Akku) Prof. Dr. Irmgard Merkt (Moderation), Christoph Grothaus (Palaixbrut), Künstlerin und Wolfgang Zeilinger (Chroma Omada)

 



Drei großformatige Arbeiten von Michael Globisch

Im Musikpavillon die surrealen Kompositionen von Michael Globisch

 

 

 

Markus Georg Reintgens Arbeiten mit einem weißen dreidimensionalen Schriftzug davor im Halbkreis

Präsentation der Arbeiten von Markus Georg Reintgen mit der provokanten Frage "Ready to leave the comfort zone?"

 

 

Tabea Makowka und Katharina Pannek jeweils unter einem weißen und schwarzen Schirmherren-Schirm vor der Aktionspagode

Tabea Makowka und Katharina Pannek präsentieren vor dem Essener Publikum den Auftakt unserer Kunst-Aktion "Schirmherrschaft für Insider Art".

 

 

Designerin Angela Wiegand und Webmaster der Online-Galerie Christian Gellhorn

Angela Wiegand und Webmaster der Online-Galerie Christian Gellhorn vor den Arbeiten von Michael Globisch und Gisela Schattenburg

 

 

Netter Ausklang mit den Künstlern in der Insider Art Lounge

Die Künstler in netter Runde nach einem langen Tag vor unserem Auktionsstand (von links nach rechts): Rainer Zimmermann, Designerin Angela Wiegand, Gisela Schattenburg, Fritz Bleichert, Gerhard Beck mit Lebenspartnerin und Michael Globisch.

 

 

 

Informationen zu den Künstlern / der Künstlerin

Gerhard Beck
Geboren 1951, lebt und arbeitet in Nützen bei Hamburg. Nach mehreren abgebrochenen Studien 20 Jahre Tätigkeit als Taxifahrer. 1999 Asperger-Diagnose.

Gerhard Beck begann damals als Taxifahrer, sobald sein Taxi am Warteplatz stand, zu zeichnen. Unermüdlich und ganz vertieft, fast trancehaft, entstanden unzählige, spontane, kleinformatige Arbeiten. Bis heute ist das seine künstlerische Ausdrucksweise und sein Weg, in seinem Unbewussten zu lesen, um davon zu berichten, wofür es keine Worte gibt.

"Wie bei einem Vulkan, bei dem keiner sagen kann, was er da Millionen von Jahren unter der Erdoberfläche gemacht hat und dann bricht er plötzlich aus mit Urgewalt und kehrt in unaufhörlichem Strom sein Inneres nach außen und lässt uns an diesem Schauspiel teilhaben, so gewaltig waren Gerhard Becks Eruptionen, so unaufhaltsam war der Strom, der Bilder, der aus ihm hervorbrach wie Lava. Und wie bei der Lava kam in seinen Bildern eine Vielfalt der Formen und Farben ans Licht, unzähliger kleiner morphologischer Wunder und ikonologischer Rätsel, von schmeichlerisch harmonischer bis zu bizzar aufwühlender Qualität, in schillerndem Spiel der Farben, aber auch in verzweifelter Düsternis.

Ob in der beruhigend homogenen Textur der Grattage, ob im Duktus des gehetzten Bleistifts oder auch unter Verwendung verschiedener ineinander gearbeiteter Techniken - immer hinterlassen uns die undurchschaubaren Bewegungen im Erdinneren Gerhard Becks am Ende als Ergebnis ein kleines Bild zur seismographischen Beurteilung, eine flüchtige Miniatur, die nichts weiter sein will, als das was sie ist: Ergebnis von etwas, das wir nur erahnen können und das wir erst zu verstehen beginnen, wenn wir dann den Blick von seinen Bildern zurück wenden auf uns selbst und mit seiner Hilfe unter unsere eigene Oberfläche gelangen."
Frank Kraemer, Schwäbisch Hall, März 2007


Fritz Bleichert
Geboren 1948 in Bayern, lebt und arbeitet als Künstler und Kurator im Kreis Offenburg. Bis zur Schwerbehinderung 1982 Elektro- und Nachrichtentechniker und Leiter Personalentwicklung.

Bereits seit 1962 Auseinandersetzung mit Malerei, Grafik, Radierung, Holzschnitt, Fotografie und Skulptur und künstlerische Ausbildung bei verschiedenen Dozenten und Künstlern. Zahlreiche Einzel- und Gruppenausstellungen in Deutschland, Frankreich, Polen, Bulgarien, Kroatien und Italien. Ab 2000 auch Ausführung von Metallplastiken für den privaten und öffentlichen Raum.

Seine Objekte und Bilder leben von ihrem spontanen Ausdruck, oft expressiv überzogen. In ihnen steht oft der Mensch, das Menschliche im Mittelpunkt. Die Oberfläche zeigt Spuren der Bearbeitung, des Lebens - bewusst unfertig. Fritz Bleichert interessiert das nicht offensichtlich Sichtbare und experimentiert mit unterschiedlichsten Kunstformen, ihren Techniken und Möglichkeiten, ob Fotografie, Malerei, Plastiken, Serigrafie, Radierung oder Holzschnitt.


Michael Globisch
Geboren 1962 in Rhede/Kreis Borken, wo er auch heute lebt und arbeitet. Michael Globischs künstlerische Tätigkeit orientiert sich sowohl an traditionellen Collagetechniken als auch an den konzeptionellen Methoden der Neuen Medien. Im Vordergrund steht dabei nicht die rechnergesteuerte Anwendung, sondern die Erforschung der ästhetischen und sinnlichen Kräfte einer technologisierten Umwelt und die Frage nach der Identität des Menschen im globalen Zeitalter.

Michael Globisch saugt die Bilderflut einer immer komplexer werdenden Welt auf und fragmentiert sie. Wie aus einem Schmelztiegel aus Realitätsfetzen, Albträumen, Impressionen und Sehnsüchten entstehen neue Kompositionen als Versuch einer Sortierung, Neuordnung und Orientierung des Individuums, zwischen Verlorenheit und Verführung. Dabei geraten Raum-Zeit-Strukturen ins Schlingern, Risse und Sprünge werden deutlich. Seine surrealen Bilderbögen, die Michael Globisch aufblättert, sind teils humorvoll bis sarkastisch, schmerzvoll bis träumerisch, sinnlich bis poetisch. Wie andere Menschen Tagebücher schreiben, produziert  Globisch seine Computercollagen. Tausendfach bis heute.

"Zu den Höhepunkten der Ausstellung gehören die fulminanten Computercollagen von Michael Globisch. Seine warmen Farben signalisieren Hoffnung am Horizont. Die raffinierten Verquickungen aus Erotik, Poesie und Zeitkolorit stecken voller Komik."
Peter Sauer, Münsterische Zeitung, 02.10.2009


Markus Georg Reintgen
Geboren 1963 in Nastätten, Loreley/Rhein, lebt und arbeitet in Mainz.  Studium der Fotografie an der Akademie für Bildende Künste der Johannes Gutenberg-Universität Mainz bei Prof. Dr. Vladimir Spacek und  bis 2010 an der Staatlichen Hochschule für Bildende Künste Frankfurt bei Prof. Simon Starling.

Der Mainzer Fotokünstler Markus Georg Reintgen arbeitet im Spannungsfeld Kunst und Bildjournalismus. Kritisch beleuchtet und analysiert er historische und aktuelle Auseinandersetzungen mit kriegerischen Mitteln. Als “Einer, der nichts mehr zu verlieren hat“, aber etwas zu sagen hat, fokussiert er den Wahnsinn, hinterfragt das Wegsehen sowie das kritiklose Konsumieren.

Markus Georg Reintgens Werk ist eine fortwährende Beschäftigung dem Ausloten der Wurzeln von Gewalt und Aggression. Fernab der bekannten Kriegsschauplätze und sucht nach den Motiven der Verführung, der Faszination. Darüber legt er eine düstere Vorahnung der Fragwürdigkeit, der Schuld, des Elends mit seinen individuellen Eingriffen im maxRopaint-Stil.

Charakteristisch für maxRopaint sind Leerstellen als ausschließlich rote und schwarze Farbflächen in verschiedenen Pinselstärken und Farbtransparenzen. Menschliche Figuren werden dadurch anonymisiert, zu austauschbaren Komparsen und Platzhaltern für die eigene Perspektive. Sie werden entweder Synonyme für eine voyeuristische Masse oder zu Protagonisten erhoben.  Der Betrachter nimmt die Perspektive sowohl des Aggressors, aber auch des Opfers ein.


Gisela Schattenburg
Geboren 1950 in Hannover. Lebt und arbeitet als freie Künstlerin und Designerin in Berlin. Ausgebildete Werbefrau, Studium Produktdesign, anschließend bis 1988 Studium Freie Kunst an der Hochschule für Bildende Künste in Braunschweig.  Zahlreiche Ausstellungen, Projekte und Symposien in ganz Deutschland sowie in Frankreich und Italien.

Ziel der Künstlerin ist zeichnend der energetischen Struktur des Unsagbaren näherzukommen. Das verloren gegangene ausgewogene Verhältnis der natürlichen Beziehungen sucht sie im Sog unbekannter und zerstörerischer Energien. Den eigenen Lebens- und Seinsbedingungen  mit dem Reißkohlestift nachspüren ist die Basis ihrer Arbeit und Antrieb für ihre künstlerische Auseinandersetzung. Es entstehen Kraftfelder, die das Unsagbare verdichten, erlebbar machen.

Sie arbeitet gegen das Bedürfnis, vertraute Materien zu suchen und aufgrund visueller und kognitiver Erfahrung zuzuordnen. Im Unbekannten liegt die Spannung. Ihre frei geführten Linien entwickeln eigene Kräfte ohne narrativ verortete Vorgaben. Das Sehen wird zu einem physischen Erlebnis, einem meditativen Wandern durch die dichten und lichten Strukturen der Zeichnungen von Gisela Schattenburg.


Rainer Zimmermann
Geboren 1946 in Lahr. Nach dem Kunststudium am Staatl. Hochschulinstitut in Mainz Studium der Kunstgeschichte und Biologie an der Johannes-Gutenberg Universität in Mainz, arbeitete er als Kunstpädagoge und Künstler. Zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland.

Seine Farbtafeln sind Abstrahierungen seiner Naturerfahrungen. Es sind Farb- und Energiefelder, Spuren und Strukturen von Pflanzen und Pflanzenteilen, entdeckt in der eigenen Umgebung und eingearbeitet in die Bildfläche, als Verweis auf den Optimismus des Werdens und des Wachsens. So entsteht ein nonverbaler, sinnlicher Dialog von Begrenzung und Dynamik, von Regelhaftigkeit und Widerspruch.

Abbildung des Logos clicks4charity

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