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"Ich habe niemals meine Träume gemalt. Was ich dargestellt habe, war meine Realität." Frida Kahlo (1907-1954)

06.07.2012

Auf dem Selbstbildnis ist Frida Kahlos Körper in ein Stahlkorsett eingeschnürt, die Wirbelsäule offengelegt und die Haut über und über mit Nägeln bespickt. Ihr Gesichtsausdruck ist abwesend, der Körper geschunden, aber in einer aufrechten und starken Haltung.

Heute vor 105 Jahren, am 6. Juli 1907, wurde die wohl bekannteste behinderte Künstlerin geboren: die Mexikanerin Frida Kahlo. Dieser Ruhm ist ihren unverkennbaren, farbenprächtigen und intensiven Bildern zuzuschreiben. Aber die Einflüsse ihres Lebensschicksals auszublenden, würde ihrem künstlerischen Schaffen nicht gerecht. Denn losgelöst von den Leiden und Beeinträchtigungen, mit denen sie bis zu ihrem Tod zu kämpfen hatte, wäre ihre Kunst so wohl nicht denkbar. Und sie offenbart uns die Essenz von Leben und Vergänglichkeit, zu der ihr ihr Talent, aber auch ihr Leiden einen besonderen Zugang verschaffte.

Sie ging ihren sehr individuellen und authentischen Weg und ließ sich von keiner Kunstströmung vereinnahmen. Frida Kahlo lebte, wissend um ihre Zerbrechlichkeit, ein turbulentes Leben - eine wilde Mischung aus Pathos und Passion, Exzessen und Einsamkeit, Politik und Revolte, glühendem Kitsch und großer Kunst - gepaart mit dem Humor der Verzweiflung und einem ihr eigenen Überlebenswitz. Ihr ist es gelungen, ihr körperliches und seelisches Leiden über die Kunst in die Welt zu integrieren und hat sich mit Versehrtheit und Vergänglichkeit so selbstverständlich und vorbehaltslos auseinandergesetzt, wie man es nur von wenigen anderen Künstlern kennt.

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Unser Ausstellungstipp:

Zu sehen sind Arbeiten von Frida Kahlo sowie 150 Fotografien aus ihrer berühmten wiederentdeckten eigenen Fotosammlung derzeit in der Ausstellung MEXICANIDAD in der Kunsthalle Würth in Schwäbisch Hall neben vier weiteren großen mexikanischen Künstlern wie Diego Rivera, Rufino Tamayo, Francisco Toledo und Adolfo Riestra. Die Ausstellung vereint Leihgaben aus Mexiko, den USA und Deutschland und läuft bis 16. September 2012. Sie ist täglich von 11.00 bis 18.00 Uhr geöffnet.


Unser Literaturtipp:


Helga Prignitz-Poda, Frida Kahlo – Die Malerin und ihr Werk, Verlag Schirmer/Mosel, Broschierte Sonderausgabe im verkleinerten Format 21 x 25 cm, erschienen April 2010, 264 Seiten, 121 Farbtafeln, 54 Abbildungen, ISBN 978-3-8296-0457-4, 29,80 Euro


Abbildung: Frida Kahlo, Die gebrochene Säule, 1944, © Banco de México Diego Rivera & Frida Kahlo, Museums Trust, courtesy Schirmer/Mosel, Bild 4: © Nickolas Muray, courtesy Schirmer/Mosel

 

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