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Jürgen Thiele

Über die Kunst:
Brain Painting, Malen mit den Gedanken, ist die einzige kreative Möglichkeit für mich.

Lebensmotto:
Immer positiv denken und fröhlich sein!



Vita/Lebensstationen:

Geboren 1940 in Freiberg 
Verstorben 2017 in Königs Wusterhausen

Nach Schulbesuch Tätigkeit als Architekt. 1975 Studium an der Hochschule Burg Giebichenstein in Halle. Diplom als Formgestalter, danach freischaffendes Mitglied im Verband bildender Künstler. Erkrankte 2006 an ALS. Die sogenannte Brainpainting-Methode ermöglichte ihm auch im fortgeschrittenen Stadium der Krankheit, an seine künstlerische Arbeit anzuknüpfen. Seitdem bezeichnete er sich als Bildermacher.

Im August 2014 stellten wir diese faszinierende Art des künstlerischen Ausdrucks, gerade für Kunstschaffende, die aufgrund einer progressiven Krankheit wie ALS, nach und nach nicht mehr die Hände einsetzen können, vor. Sie schafft Künstlern wie Jürgen Thiele eine neue Ausdrucksform und ein Ventil für ihre Kreativität und um ihre Gedanken mitzuteilen. Für Jürgen Thiele war es bis zu seinem Tod sein Lebenselixier. Auch ihn schützte und hielt die Kunst.


Meine Gedanken wird es immer geben

Brainpainting: die Kunst im Kopf
Insider Art, 01.08.2014

Jürgen Thiele, der sich selbst Bildermacher nennt, arbeitet mit der Brainpaiting-Methode. Künstler wie er mit der Nervenkrankheit ALS können mit Hilfe einer Hirn-Computer-Schnittstelle allein per Gedankenkraft Kunstwerke erzeugen.

Erfunden hat diese Methode der Künstler Adi Hoesle. Er sollte dem Künstlerkollegen Jörg Immendorff, der 1997 an ALS erkrankte, das Malen wieder ermöglichen. In der Endphase dieser Krankheit erfolgt eine fast vollständige Lähmung bei klarem Bewusstsein und Verstand.

Meine Gedanken wird es immer geben

Brainpainting ist das "Malen mit Gedanken" und ermöglicht gelähmten Menschen, kreativ zu arbeiten. Mittels Hirnströmen wird von einem Computer ermittelt, auf welche dargebotenen Symbole (u.a. Farbwahl, Wahl der Pinselgröße, Wahl der Form) der Malende blickt. Ein vom Computer ausgelöster Blitz, der über das Symbol läuft, erzeugt dabei im Gehirn des Malenden eine P-300-Welle, die wiederum vom Computer registriert wird und ihm zeigt, dass das entsprechende Symbol gewählt wurde.

Spannende Fragen ergeben sich aus diesem innovativen Ansatz: Wie werden also die Bilder der Zukunft aussehen? Werden auch Künstler/innen ohne Behinderung nur mit der Kraft ihrer Hirnströme Kunstwerke kreieren? Ist das Künstleratelier des dritten Jahrtausends das Gehirn?

Jürgen Thiele, Bildhauer, Maler und Architekt über diese neue Arbeitsmethode: „Brain Painting war meine Rettung – damit bin ich nicht mehr gefangen und werde noch lange malen können, weil es meine Gedanken immer geben wird.“

Jörg Immendorff, der 2007 verstarb, erlebte die Fertigstellung von Brainpainting leider nicht mehr, ebnete aber den Weg für andere Künstlerinnen und Künstler, um ihre künstlerischen Ideen auszudrücken und mitzuteilen. 

Arbeit 1 von Jürgen Thiele: So schön Grün-Bunt
Arbeit 2 von Jürgen Thiele: Grau-Gelb
Arbeit 3 von Jürgen Thiele: Grenzenlose Geduld mit vier Ecken
Arbeit 4 von Jürgen Thiele: Malimo
Arbeit 5 von Jürgen Thiele: Patchwork
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