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Anette Jablonski


Über die Kunst:

Keine Angabe

Lebensmotto:

Es gibt immer einen Weg – auch mit Behinderung…


Vita/Lebensstationen:

Geboren 1978

Heute bin ich erwachsen und habe besser gelernt, mit mir und den Dingen, die in meinem Kopf herumschwirren – den „Mauern“ also, die mich belasten – umzugehen. Die Kunst, der Kontakt zu Menschen und die Frauenberatungsstelle, wo ich andere behinderte Frauen kennen lernen konnte, haben mir geholfen. Besonders aber die Malerei, meine Bilder, helfen mir, mich besser auszudrücken und den Menschen mitzuteilen.

Ich habe mir überlegt: Wie könnten mich die Leute verstehen? Ich kann mich nicht gut unterhalten. Deshalb male ich nun, was ich fühle und kann gleichzeitig die Vergangenheit auf diese Weise verarbeiten. Vor allem in den letzten Jahren hat die Kunst dazu beigetragen, dass ich über mich nachdenke, mir Gedanken über mein Leben, meine Mitmenschen und meine Gefühle mache. Früher habe ich solche Dinge lieber verdrängt.

Mein Kopf ist meine größte Mauer, er sagt mir: Ich schaffe es nicht. Das ist mein Problem. Durch Erlebnisse in meiner Kindheit redet mir mein Kopf manchmal ein, dass ich nichts wert bin. Früher versuchte ich häufig, meine Probleme zu überspielen. Heutzutage beschäftige ich mich mit meinen Problemen, ich arbeite daran. Weglaufen ist keine Lösung!

Meine Hobbies halten mich am Leben, meine Kunst, mein Netzwerk zu anderen Behinderten, der Kontakt zu anderen Menschen. Heute nehme ich per Internet und durch das Malen Kontakt mit Menschen auf.

Mit dem Malen kann ich herausfinden, wer ich bin.

Mein erstes wegweisendes Bild malte ich in einer Therapieklinik während einer Kur. Dort hatte ich unter Anleitung eines Kunsttherapeuten zum ersten Mal die nun für mich bedeutsame Wachsmaltechnik erlernt.

Nach dem Aufenthalt in der Klinik probierte ich immer wieder neue Methoden aus – ich hatte ein neues aufregendes Hobby. Ich ließ mit Hilfe eines Bügeleisens Wachsmalstifte auf Karton zerlaufen und stellte so meine Bilder her. Schon bald hatte ich genug Bilder, um meine erste eigene Ausstellung zu eröffnen. Es waren Bilder, die schon seit langem in mir entstanden waren. Den Mut, mich zu zeigen, entwickelte ich mit Unterstützung einer Beraterin, ebenfalls behindert, der Frauenberatungsstelle Düsseldorf e.V.. Mit der organisatorischen Hilfe einer Praktikantin der Werkstatt für angepasste Arbeit eröffnete ich Anfang 2003 meine erste Ausstellung. Weitere Ausstellungen folgten. Mein Hobby ist mir sehr wichtig. Ich hoffe, damit Vorurteile abbauen zu können.

Neben meinem Hobby arbeite ich auch. In einer Behindertenwerkstatt muss ich immer Teile zusammenpacken, was mich nicht wirklich fordert. Im Gegensatz zum Malen bereitet mir diese Arbeit nur sehr wenig Freude, da es keine große Herausforderung für mich ist. Dennoch fühle ich mich auch bei der Arbeit wohl, da meine Kollegen und mein Gruppenleiter sehr nett sind.

Ich möchte mit meiner Kunst erreichen, dass es auch andere Rollstuhlfahrer schaffen und mitmachen. Sie sollen sich nicht immer unter der Decke verkriechen. Sie sollen etwas schaffen. Das ist auch der Grund, warum ich male. Ich dachte mir einfach „Wie können mich die Leute verstehen?“, ich kann eben nicht gut sprechen, ebenfalls ein Grund, warum ich male.

Ich sitze mit meinem Arsch im Rollstuhl, darum male ich, ich muss einfach die Trauer besiegen.

Arbeit 1 von Anette Jablonski: Traumwelten 01
Arbeit 2 von Anette Jablonski: Traumwelten 02
Arbeit 3 von Anette Jablonski: Traumwelten 03
Arbeit 4 von Anette Jablonski: Traumwelten 04
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