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Prof. Jan Teunen

Porträtfoto von Prof. Jan Teunen
Quelle: Prof. Jan Teunen

So, wie die Kunst Barrieren im Kopf niederreißt und Horizonte erweitert, sprengt Bea Gellhorn mit ihrem Insider Art Engagement die Sackgassen des Kunstmarktes, damit Künstler mit Behinderung ohne zusätzliche Behinderungen in der Kunstwelt voranschreiten können. Wunderbar!

Prof. Jan Teunen
Cultural Capital Producer

Als Cultural Capital Producer unterstützt Jan Teunen Unternehmen, das zu entwickeln, was nicht in der Bilanz steht: die Werte, das Wissen, das Verhalten.
Er gehört dem Kuratorium der Hochschule für Kunst und Design, Burg Giebichenstein in Halle/Saale an, ist an Hochschulen im In- und Ausland ein viel gefragter Lehrbeauftragter und hat eine Vielzahl von mehrfach preisgekrönten Publikationen veröffentlicht.
Prof. Jan Teunen lebt und arbeitet seit 1977 auf Schloss Johannisberg im Rheingau. Dort befindet sich auch seine umfangreiche Kunstsammlung.

Schloss Johnnisberg, Juni 2010

 

 

 

Markus Kurth

Abbildung von Markus Kurth
Quelle: Markus Kurth

Kunst eröffnet neue Sichtweisen

Mit großem Interesse verfolge ich das Projekt „Insider Art“. Ich finde es ausgesprochen unterstützenswert, dass sich damit eine vielversprechende Online-Galerie etabliert.

Kunst eröffnet neue Welten und Sichtweisen. Künstlerische Schöpfungen entstehen im kreativen Prozess. In ihn fließen individuelle Erfahrungen der Innen- und Außenwelt ein. Von Menschen mit Behinderungen geschaffene Kunst unterscheidet sich demnach nicht unbedingt von der, die von Menschen ohne Behinderungen geschaffen wurde.

Man muss sich auf das Werk der Künstlerin oder des Künstlers als Individuum einlassen, nicht auf das Werk eines Menschen, der über bestimmte Eigenschaften verfügt. Dass diese Seite Blicke auf eben diese Werke ermöglicht, ist der Verdienst von Insider Art und seinen Initiatorinnen und Initiatoren. Viel zu häufig ist es nämlich noch so, dass der Wert künstlerischen Schaffens sich an der schon gegeben Bekanntheit und dem Preis, der für das Werk erzielt werden kann, bemisst. Gerade das aber hemmt Kreativität, denn nichts Neues entsteht, sondern Bekanntes wird herumgereicht.

Ich wünsche diesem Projekt von ganzem Herzen, dass es gelingt, das Individuelle der menschlichen Existenz in doppeltem Sinne zu illustrieren und zu befördern.

Einerseits kann Insider Art die Vielfalt kreativer Prozesse zugänglich machen, in dem es sie im World Wide Web ausstellt. Andererseits macht die Online-Galerie interessante Kunst zu erschwinglichen Preisen verfügbar, so dass Wohnzimmer und Büros künftig inspirierender bestückt werden können.

Deshalb wünsche ich allen Künstlerinnen und Künstlern und der Online-Galerie für Insider Art für die künftige Arbeit nur das Beste!

Markus Kurth
Mitglied des Deutschen Bundestages
Sozial- und behindertenpolitischer Sprecher von Bündnis 90/Die Grünen

Berlin, Januar 2010

 

 

 

 

Hubert Hüppe

Abbildung von Hubert Hüppe
Quelle: Privat

Kunst soll wach rütteln, provozieren und neugierig machen

Mit Begeisterung habe ich diese Online-Galerie als einen Ort entdeckt, an dem Menschen mit und ohne Behinderungen sich begegnen können.

Auch für mich als Beauftragter der CDU/CSU-Fraktion für die Belange von Menschen mit Behinderung ist Barrierefreiheit ein großes Thema. Nicht nur physische Barrieren müssen abgeschafft werden, sondern auch die Barrieren in den Köpfen der Menschen gegenüber dem Thema Behinderung. Dafür kann Kunst einen Beitrag leisten. Denn Kunst soll wach rütteln, provozieren und neugierig machen. Die Kunst dieser Online-Galerie erfüllt das durchaus. Kunst kann nur durch ideelle Werte und Visionen gelingen und verstanden werden. Visionen braucht man nicht nur, um selbst Entdeckungen zu machen, sondern auch, um entdeckt zu werden.

Es scheint, als sei nur noch die Kunst wertvoll, die auch einen Geldwert besitzt. Doch sagt der kommerzielle Markt nichts über die eigentliche Qualität der Kunst aus. Die eigentliche Qualität entsteht nämlich durch die Auseinandersetzung des Künstlers mit der Kunst. Hier wird Kunst durch die kritische Auseinandersetzung mit der eigenen Beeinträchtigung und der Umwelt wertvoll. In der jüngst ratifizierten UN-Behindertenrechtskonvention heißt es, man solle Bewusstsein in der Bevölkerung hinsichtlich der Belange von Menschen mit Behinderung bilden. Dies kann auf diesem Weg passieren. Vor allem, weil hier die Behinderung nicht als Makel dargestellt wird und die Künstler in ihrer Selbstbestimmung unterstützt werden. Das ist eine sehr wichtige und positive Entwicklung.

Ich wünsche den Künstlern viel Erfolg für ihr weiteres Schaffen!

Hubert Hüppe
Beauftragter der Bundesregierung für die Belange der Menschen mit Behinderungen

Berlin, April 2009




Prof. Dr. Jürgen Armbruster

Abbildung von Prof. Dr. Jürgen Armbruster
Quelle: Privat

Zwischen Normalität und radikaler subjektiver Besonderheit

Die Online-Galerie ist zu einem lebendigen virtuellen Raum geworden, im Netz und doch mitten in unserer Gesellschaft. Menschen mit Behinderung überwinden ihre Ausgrenzung, die sozialen und kulturellen Folgen ihrer Behinderung. Die ehemaligen Outsider können in unserer Gesellschaft zu Insidern werden, um von diesem Ort und aus dieser Perspektive gleichzeitig wieder den kritisch distanzierten Blick des Künstlers auf unsere Welt werfen zu können.

Kunst kann Räume des inneren Ausdrucks, der sozialen Wirksamkeit und der Kommunikation eröffnen, Distanz und Nähe schaffen, ein Balancieren zwischen Normalität und radikaler subjektiver Besonderheit ermöglichen.

Menschen, die in unterschiedlicher Weise die Barrieren unserer Gesellschaft erleben und erleiden, erfahren Ermutigung im Überschreiten ihrer inneren und äußeren Grenzen. Die Unterschiedlichkeiten ihrer Behinderungen verlieren an Bedeutung, vielmehr verbindet sie eine gemeinsame Erfahrung, gesellschaftliche Barrieren erleben und überwinden zu können.

Den Initiatoren gebührt unser aller Dank und Anerkennung für das mutige und erfolgreiche Projekt.

Mit freundlichen Grüßen

Prof. Dr. Jürgen Armbruster
Mitglied des Vorstands
eva Evangelische Gesellschaft Stuttgart e.V.

Prof. Dr. Jürgen Armbruster, Diplomsozialpädagoge und Doktor der Sozialwissenschaften, ist Vorstand der Evangelischen Gesellschaft Stuttgart e.V., Geschäftsführer der Rehabilitationszentrum Rudolf-Sophien-Stift GgmbH in Stuttgart, Mitglied des Vorstands des Bundesverbands evangelische Behindertenhilfe und Redaktionsleiter der sozialpsychiatrischen Fachzeitschrift „Die Kerbe“.

Stuttgart, 19. Januar 2009

 

Abbildung des Logos von der Künstlersozialkasse Banner der Kampagne 'einfach machen' Gemeinsam die UN-Behindertenrechtskonvention umsetzen Link zum Ratgeber für Menschen mit Behinderung Abbildung des Logos für das Bürgertelefon des BMAS Hier geht es direkt zur Daimler Kunst Sammlung und zur aktuellen Ausstellung

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