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Kulturverantwortliche müssen Signale setzen!

05.05.2015

Heute am 5. Mai ist der "Europäische Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen", der auf bestehende Ungleichheit und Ausgrenzung von Menschen mit Behinderungen aufmerksam machen will.

Soeben hat der UN-Fachausschuss für die Rechte von Menschen mit Behinderungen Deutschland nach der Staatenprüfung die mangelnde und zögerliche Umsetzung von Inklusion stark kritisiert. 

„Es ist höchste Zeit, dass Deutschland die Weichen für eine inklusive Gesellschaft stellt. Dabei ist nicht nur das Tempo zu erhöhen, sondern es müssen auch Strukturen geändert werden und gesellschaftliche und politische Widerstände gegen Inklusion überwunden werden.“

Diese Widerstände gilt es auch in der Kulturpolitik zu überwinden und neue Strukturen zu entwickeln.

Seit Jahren weisen wir mit unseren Aktivitäten nicht nur auf die Qualität und Wichtigkeit der Beiträge von Künstler/innen mit unterschiedlichsten Behinderungen hin, darüber hinaus beziehen wir Stellung bezüglich ihrer Ausgrenzung und Stigmatisierung und schaffen Bewusstsein für bestehende Vorurteile und Barrieren, um ihnen Zugänge und Teilhabe im Kunst- und Ausstellungsbetrieb zu eröffnen. Dort haben es behinderte Künstler - genauso wie kunstinteressierte Besucher - mit Behinderungen ungleich schwerer und erfahren ständig Missachtung, Benachteiligung, Ausgrenzung und Diskriminierung.

Die Gründe dafür sind vielfältig und auch bitter. Zum einen sind es Unwissenheit, Vorurteile und Kontaktmangel. Zum anderen verhindern aber auch pure Ignoranz und Desinteresse sowie Machterhalt Inklusion im Kunst- und Kulturbetrieb.


Kulturelle Angebote müssen inklusive Angebote sein


Gerade Kunst und Kultur könnten und sollten ein ideales Experimentierfeld sein, um auf Augenhöhe mehr voneinander zu erfahren und zu lernen.

Kulturpolitik muss ganz klare Signale setzen, dass sie Inklusion ernst nimmt. Denn Teilhabe an Kunst und Kultur ist kein Luxusproblem, sondern ein Menschenrecht! Diesbezügliche Forderungen gehören in jedes Parteiprogramm, in jedes Förderprogramm, in jedes Kulturprogramm, in jedes Ausstellungskonzept! Kulturelle Bildung muss inklusive Bildung sein und darf Ausgrenzung nicht dulden. Kulturelle Angebote müssen inklusive Angebote sein!


Der Markt garantiert keine Vielfalt

Aufgabe des Staates und der Kulturpolitik ist es, vor allem Rahmenbedingungen zu schaffen, in denen sich Kunst und Kultur frei entfalten können. Das gilt einerseits für die Bewahrung kulturellen Erbes ebenso wie für die Förderung kultureller Vielfalt. Da das der Markt unter seinen ökonomischen Gesichtspunkten – auf den sich auch zu gerne die Kulturverantwortlichen berufen - aber  nicht regelt und garantiert, ist die Kulturpolitik gefordert.

Deshalb ist es wichtig, jetzt die gesamte Kultur und ihre Strukturen, die wir für selbstverständlich halten, zu hinterfragen. Dazu gehört aber auch vor allem eines: Mut und Rückgrat. Denn mit starkem Gegenwind ist zu rechnen. Das erfahren wir seit Jahren.

Eine wirkliche Demokratisierung der Gesellschaft und des Kunstbetriebes im Sinne „Kunst für Alle“ heißt heute ganz konkret: inklusive Strukturen und Rahmenbedingungen zu schaffen und zu etablieren, um kulturelle Teilhabe und Bildung für alle zu ermöglichen.

Abbildung: Logo der Inklusionskampagne mit Schriftzug Inklusion beginnt im Kopf

  

Abbildung des Logos clicks4charity

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