Sie befinden sich hier: Index / Neues / Aktuelles / 

Rückblick auf die politische Arbeit von Insider Art von 2012-2015

09.12.2015

Abbildung des Logo der UNESCO

Auf Einladung der Deutschen UNESCO-Kommission sollten wir einen Kurzbericht zu unseren Aktivitäten von 2012 bis 2015 zur Umsetzung der UN-Konvention liefern. Das war uns eine große Ehre - und wir waren selbst überrascht, was wir allein in den letzten drei Jahren erreicht haben. Dieser periodische Bericht der Bundesrepublik Deutschland gibt Auskunft über Maßnahmen in unserem Land  zum Schutz und zur Förderung der Vielfalt kultureller Ausdrucksformen zur Umsetzung des UNESCO-Übereinkommens von 2005.

Hier nun ein kurzer Rückblick auf drei von insgesamt fast zehn Jahren engagierter Arbeit für Kunstschaffende mit Beeinträchtigungen, für mehr Präsenz und Anerkennung sowie gleichberechtigte Zugangschancen.

2012 Erstmalig eine Erhebung zur Arbeits- und Lebenssituation sowie Benachteiligungserfahrungen von Künstler/innen außerhalb von Einrichtungen und Werkstätten mit unterschiedlichsten Behinderungen. Veröffentlichung der Ergebnisse sowie Formulierung erforderlicher Maßnahmen zur Umsetzung der UN-Konvention gemäß Artikel 30/2.

2012/2013
Erarbeitung eines Konzeptes für die Sensibilisierung des Kunstbetriebs für Inklusion und Barrierefreiheit, insbesondere von Galerien in Deutschland. Auftraggeber war der BVDG (Bundesverband Deutscher Galerien und Kunsthändler e.V.) gefördert von der Beauftragten für Kultur und Medien.

2013 Produktion des Kurzfilmes „Insider Art – Aus Liebe zur Kunst“, in dessen Mittelpunkt die UN-BRK, Artikel 30/2 steht, um einem breiten Publikum, die UN-Konvention aus einer neuen Perspektive nahezubringen und für diese Idee zu begeistern. Der Film kursierte ein Jahr in Deutschland und ist seit 2014 auf YouTube zu sehen. 

2013 Auf Initiierung von Insider Art ein erstes Treffen mit verschiedenen Abteilungsleitern des Ministeriums für Arbeit und Soziales und von der Beauftragten für Kultur und Medien zur Verbesserung der kulturellen Teilhabe von Menschen mit Behinderungen zur Umsetzung der UN-BRK.

2013 Erstmals ein behörden- und institutionsübergreifendes Arbeitstreffen u.a. mit BMAS, BKM, BBK (Bundesverband Bildender Künstler) Künstlersozialkasse, Deutsche Rentenversicherung und Insider Art-Vertretern, um die Teilhabe von Kunstschaffenden mit Behinderungen zu stärken - mit dem Ergebnis eines FAQ-Katalogs, der u.a. seit 2014 auf www.einfach-teilhaben.de veröffentlicht ist.

2013 Öffentliche Befragung und damit Sensibilisierung aller Parteien vor den bevorstehenden Wahlen als Wahlprüfsteine mit folgenden Fragen: Wie wollen Sie Ihre zukünftige Kulturpolitik ausrichten? Wie sehen Ihre konkreten Vorschläge und Ideen aus, um kulturelle Teilhabe zu stärken und Rahmenbedingungen für Kunstschaffende und an Kunst interessierten Menschen mit Handicaps offener und inklusiv zu gestalten?

Seit 2014 Mitglied der ersten Stunde im „Netzwerk Kultur und Inklusion“ (Träger: Akademie Remscheid), um die bislang unbeachteten Bedürfnisse und Forderungen von Kunstschaffenden mit Behinderungen außerhalb von Werkstätten und Einrichtungen zu formulieren und in die Fortschreibung des Nationalen Aktionsplans der Bundesregierung (NAP 2.0) einzubringen.

2015 Aktive Mitarbeit an der Fortschreibung des NAP 2.0. Eingebracht wurde dabei von uns eine deutlichere Gewichtung der Kultur unter 3.9.3 und unter Kulturarbeit 4.3, die einführende neue Formulierung der Wichtigkeit von Kultur im gemeinsamen und gleichberechtigten Erleben, erstmalig nicht nur als Konsumenten, sondern auch als Produzenten, Änderungen und Ergänzungen zu 4.3 Kulturarbeit sowie Beschreibung und Aufnahme von konkreten Maßnahmen zur gleichberechtigten Teilhabe, Aufnahme einer der UN-BRK entsprechenden Formulierung des Art. 30/2 sowie die Erweiterung des Behindertenbegriffs, der unterschiedlichste Arten von Behinderungen einbezieht (körperliche, psychische und intellektuelle).

Spannend wird es noch bleiben bis März, was letztendlich dann in den Nationalen Aktionsplan 2.0 aufgenommen und dort zu lesen sein wird. Dann wird der Referentenentwurf vom Bundeskabinett beschlossen.

Wir werden auf jeden Fall berichten.

Abbildung des Logos clicks4charity

Unterstützen Sie
Insider Art e.V.

PayPal:

Charity-SMS:

3 € an die 81190
Kennwort
"INSIDER ART"

Einkaufen mit:

Button zu Clicks4Charity. Dort können Sie Online einkaufen und Gutes tun! Wählen Sie Ihren persönlichen Shop und Sie spenden ohne Mehrkosten für Insider Art e.V.