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Mehr Mut zu Veränderung und weniger Angst vor Machtverlust!

14.12.2016

Abbildung der Front des Abgeordnetenhauses in Berlin

Kulturpolitiker/innen schaffen Rahmenbedingungen, die Wesentliches dazu beitragen können, dass Inklusion sich auch im Kunst- und Kulturbetrieb endlich zunehmend durchsetzt und umgesetzt wird. Dazu hat Bea Gellhorn im Januar des Jahres vor dem Abgeordnetenhaus in Berlin deutlich Stellung bezogen.

Viel verändert hat sich offensichtlich bisher leider nicht. Nun darf man gespannt sein, wie unter der Federführung des neuen Berliner Kultursenators Dr. Klaus Lederer, dieses Thema nun endlich und ernsthaft weiter vorangetrieben wird. Immerhin forderte er einen kulturpolitischen Neustart in der Stadt. Wir werden nachfragen.  
Nachfolgend einige Auszüge aus der Rede vor dem Berliner Abgeordnetenhaus.


"Bisher ist enorm unterschätzt worden, was Kultur hinsichtlich der notwendigen inklusiven Veränderungsprozesse in unserer Gesellschaft leisten und befördern kann.

Denn Inklusion ist kein Behindertenthema und weit mehr als Barrierefreiheit! Inklusion ist eine Haltung. 

Inklusion sind Strukturen, die Teilhabe selbstverständlich und selbstbestimmt ermöglichen. Inklusion schafft eine Kultur, die Vielfalt annimmt und als Bereicherung erkennt, die ermöglicht, statt behindert.

Kulturpolitik muss deshalb – aus meiner Sicht – ganz klare Signale setzen, dass sie Inklusion ernst nimmt.

Man kann sich nicht mehr für oder gegen Inklusion entscheiden - sie ist entsprechend der UN-BRK umzusetzen!

Inklusion gehört deshalb in jedes Parteiprogramm, in jedes Förderprogramm! Kulturelle Bildung muss inklusive Bildung sein und darf Ausgrenzung nicht dulden.

Deshalb ist es wichtig, jetzt die gesamte Kultur und ihre Strukturen, die wir für selbstverständlich halten, zu hinterfragen. Dazu gehört aber auch vor allem eines: Mut und Rückgrat. Denn - mit starkem Gegenwind ist zu rechnen. Was wir ebenfalls seit Jahren erfahren.

Eine wirkliche Demokratisierung der Gesellschaft und des Kunst- und Kulturbetriebes heißt heute ganz konkret: inklusive Strukturen und Rahmenbedingungen zu schaffen und zu etablieren mit dem Ziel: kulturelle Teilhabe und Bildung für alle zu ermöglichen, kulturelle Vielfalt zu fördern und zu schützen sowie Vorurteile und Stigmatisierung aktiv abzubauen und zu verhindern. Denn in erster Linie geht es um die Barrieren in unseren Köpfen, um Vorurteile, um mangelndes Wissen, um Unsicherheit, um zu wenig Kontakt und Umgang miteinander.

Meines Erachtens erkennt man den Zustand einer Gesellschaft daran, welchen Wert sie ihrer Kultur beimisst, also wie sehr sie sie wertschätzt, pflegt und fördert und auch - wie sehr die Kultur andere Lebensbereiche – wie z.B. Wissenschaft, Bildung, Wirtschaft - durchdringt, inspiriert und bereichert.

Wenn eine Gesellschaft realisiert, dass Kultur kein schmückendes Beiwerk, sondern Grundlage und Kitt unseres Zusammenlebens ist, dass Kultur kein Luxusgut, sondern ein Menschenrecht ist und unsere Haltung als Gesellschaft widerspiegelt, dann muss Politik entsprechend handeln."



Das ganze Protokoll ist hier nachzulesen: http://www.parlament-berlin.de/ados/17/Kult/protokoll/k17-063-wp.pdf

 

Abbildung des Logos clicks4charity

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