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Ausstellungstipp: "LebensKUNST" in Bamberg

10.05.2017

Plakat der Ausstellung LebensKUNST in Bamberg

"Kunst ist ein duftendes Ungewiss", so der Untertitel der bevorstehenden Ausstellung "LebensKUNST", die von 18. Mai bis 05. Juni 2017 im Kunstraum Kesselhaus in Bamberg zu sehen sein wird und Werke von Künstler*innen mit und ohne Behinderung zeigt.

Die Ausstellung verspricht vielfältigen Kunstgenuss, sie will aber auch Fragen stellen: Wo verläuft die Grenze zwischen Künstler*innen mit und ohne Behinderung? Gibt es einen wahrnehmbaren Unterschied? Und kann die Kunst Brücken schlagen, Barrieren einreißen? Ganz gleich welche Ecken und Kanten, welche „Macken“ der oder die Einzelnen haben: Kommt es nicht auf die Ergebnisse, das Werk an?

Viele bildende Künstler*innen sind Nachdenkende, Betrachtende, Sinnende und Reflektierende des eigenen Schaffens. Sie erfinden Konzepte, geistige Universen. Das ist jedoch nicht der einzige Weg der Zugangsmöglichkeit. Darauf will die Ausstellung hinweisen. "Glücklich jene, die aus dem unermesslichen Brunnen des Ursprünglichen, Einfachen, Unbewussten schöpfen können!"

Die ausstellenden Künstler*innen bedienen sich dieser Freiheit, mit großer Spontaneität und Virtuosität. Mit Lust und oft überbordender Schaffensfreude.

Die Ausstellung „LebensKUNST“ will aktuelle Kunst präsentieren. Die Werke wurden von Künstler*innen aus Bamberg geschaffen. So viele Künstler*innen wie unterschiedliche künstlerische Ausdrucksweisen stellen sich vor und die Besucher*innen dürfen Authentizität, Originalität und Eigentümliches erwarten.

Den Betrachter*innen soll keinerlei Handreichung auf eine etwaige Behinderung des Künstlers gegeben werden, damit sie sich vorbehaltlos den Werken als Ausdruck künstlerischen Schaffens widmen können. 

Auf diesem Weg soll die grundsätzliche Frage nach dem gesellschaftlichen Stellenwert von Kunstwerken erörtert werden. Eingefahrene Sichtweisen zwischen „behinderter" und „nicht behinderter“ Kunst – und noch grundsätzlicher – die Unterscheidung zwischen Künstler*innen mit und ohne Behinderung dürfen in Frage gestellt werden.

Das „Atelier Lebenskunst“ der  Lebenshilfe Bamberg e.V. setzt sich somit vorbehaltlos Kunstliebhaber*innen und der Kunstszene aus. 

Die ausstellenden Künstler*innen sind: Karlheinz Beer, Brigitte Dittrich, Philippe Eulig, Agnes Forch, Melanie Günter, Hannelore Heider, Franz E. Herrmann, Michael Knobel, Frank Licht, Timur Manapow, Peter Renner, Helga Schmidt, Oliver Schug, Filip Tomic, Matthias Ulrich, Jan Vormann und Dennis Wolter.

Die Vernissage findet am Donnerstag 18. Mai 2017 um 19 Uhr statt. Zur Eröffnung spricht Christiane Toewe, der 2.Vorsitzende von Kunstraum JETZT! e.V. sowie die Direktorin des Internationalen Künstlerhauses Villa Concordia Nora-Eugenie Gomringer. Für die musikalische Umrahmung sorgen Philippe Eulig (Saxophon) und Christian Reinhard (elektronische Klangeinspielungen).

Die Öffnungszeiten sind vom 19.05 bis 05.06.17 jeweils: freitags von 15.00 bis 18.00 Uhr, samstags, sonntags und feiertags jeweils von 11.00 bis 18.00 Uhr. Führungen durch die ausstellenden Künstler*innen finden jeweils um 16.00 Uhr statt. Der Eintritt ist frei. Adresse: Kunstraum Kesselhaus, Untere Sandstr. 42 in Bamberg

Kontakt: Tel. 0951/18972107 und E-Mail: oda@lebenshilfe-bamberg.de

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