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Markus Georg Reintgen gewinnt EU-Preis für fotokünstlerisches Projekt über Prora

02.05.2018

Abbildung einer fotokünstlerischen Variante des Prora-Gebäudes von Markus Georg Reintgen

Wir freuen uns, bekannt geben zu dürfen, dass Markus Georg Reintgen, dessen Arbeit wir seit über zehn Jahren begleiten, von der EU-Kommission mit dem 3. Platz des Altiero Spinelli Preises für die Verbreitung von Wissen über Europa ausgezeichnet wurde. Dieser ist mit 17.000 Euro dotiert. Soeben wurden die Gewinnerinnen und Gewinner veröffentlicht und wir freuen uns sehr über diese verdiente Anerkennung für die Arbeit von Markus Georg Reintgen und dass einem Künstler unserer Galerie eine solche Auszeichnung zuteil wird.

Ziel seines bereits 2008 begonnenen und nun ausgezeichneten Fotografieprojektes SCHERBEN VON PRORA war die künstlerische Auseinandersetzung mit der wechselvollen Geschichte des Architekturkomplexes Prora auf Rügen. Das unvollendet gebliebene nationalsozialistische Seebad wurde nach einer militärischen Zwischennutzung zu DDR-Zeiten seit 2010 zur Wohn- und Hotelanlage umgebaut.

Diese Transformation begleitete Reintgen von Beginn an kritisch und dokumentierte sie fotokünstlerisch, denn es war absehbar, dass das im Bau befindliche „Neue Prora“ die Erinnerungen an zwei Diktaturen einfach auslöschen wird. Sein Versuch, die baulichen Veränderungen und Eingriffe sowie die unterschiedlichen Nutzungszusammenhänge darzustellen, zu kommentieren und zu deuten, ist ihm gelungen – das beweist diese Ehrung mit dem Altiero Spinelli Preis, der sich für den Erhalt und die Verbreitung von Wissen über Europa engagiert.

Die mit einer historischen Kamera aufgenommenen analogen Schwarz-Weiß-Fotografien sind überwiegend als Bildpaare konstruiert, die einander durch Drehung perspektivisch ergänzen. Die Perspektiven - aus starker Untersicht aufgenommen - lassen den Gebäudekomplex noch monumentaler erscheinen.

Die Aufnahmen erinnern an die Ästhetik des Neuen Sehens sowie der konstruktivistischen Fotografie – anknüpfend an eben jene Avantgardefotografie der 1920er- und 1930er-Jahre in Deutschland, deren Vertreter/-innen vom NS-Regime unterdrückt und geächtet wurden.

Markus Georg Reintgen wurde 1963 in Nastätten geboren. Nach einer, durch einen Unfall verursachten, Querschnittlähmung ist er seit 1981 auf einen Rollstuhl angewiesen. Sein Studium an der Kunstakademie in Mainz bei Prof. Dr. schloss er mit einem Diplom mit Schwerpunkt Fotografie ab. 

Weitere Informationen über das Projekt und über die Auszeichnung.

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