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Große Eröffnungsfeier für die neue Sommer-Akademie in Kappeln

17.07.2018

Abbildung von Dr. Christina Kohla bei ihrer Eröffnungsrede in der gut besuchten Alten Maschinenhalle in Kappeln an der Schlei

"Etwas ist anders", begann Mitbegründer der Schlei-Akademie und Geschäftsführer des St. Nicolaiheims in Sundsacker Stefan Lenz seine Eröffnungsrede am Sonntag, den 15. Juli um kurz nach 16 Uhr in der gut besuchten Alten Maschinenhalle im Kappelner Hafen. "Das ist nicht unser Aushängeschild, aber spürbar – wie eben auch bei der Einladungskarte für den heutigen Abend, die durch den Braille-Eindruck ebenso für Menschen mit Sehbehinderungen zu lesen ist". 

Kultur sei schon immer im Laufe der gesamten Menschheitsgeschichte ein ganz wichtiger Teil der Gesellschaft - für alle - gewesen und ist es heute noch. Deshalb gilt es, bestehende Barrieren zu überwinden – und das soll die neu gegründete Sommerakademie zeigen. „Inklusion steht für uns nicht im Vordergrund. Aber wenn wir eine offene Gesellschaft wollen, muss es offene Räume geben,“ meinte Stefan Lenz abschließend als Hinweis auf das Motto der neuen Akademie "Freiraum für Kunst".

Anschließend begrüßte die Leiterin der Schlei-Akademie, Dr. Christina Kohla, die Gäste und stellte das inklusive Leitbild der Akademie vor, das Begegnung, Respekt, Offenheit, Gesprächskultur – und damit den Menschen mit all seinen vielseitigen Fähigkeiten aber auch persönlichen Grenzen und Barrieren in das Zentrum der gemeinsamen Arbeit stellt. Genau dieser Anspruch stelle alle Beteiligten immer wieder vor neue Herausforderungen, die keine schnellen Antworten und einfache Lösungen bereithalten, sondern oftmals mehr Zeit und Anstrengung benötigen.


Tagestickets noch für einige Kurse erhältlich

Aber die bisherigen Anstrengungen haben sich offensichtlich gelohnt: Im vergangenen Jahr gelang es Christina Kohla, insgesamt 24 Künstlerinnen und Künstler für die erste Sommerakademie in Kappeln zu gewinnen. Sie werden in nächsten vier Wochen ein reichhaltiges und hochwertiges Kursprogramm anbieten. Noch gibt es freie Plätze in den Kursen Illustration, Fotografie, Interaktion, Aktmalerei und in der Stencil-Technik Graffiti. Genaueres über die Kurse erfahren Sie auf der Webseite www.schlei-akademie.de

Vor allem gibt es fast überall noch Tagestickets, um einfach mal in den Akademiebetrieb zu schnuppern, sich in einem unbekannten Fachbereich auszuprobieren oder sich vor sommerlicher Traumkulisse an der Schlei künstlerisch weiterzubilden.

Und ein weiterer Erfolg gibt Christina Kohla und ihrem Team recht, denn für diesen ersten Sommer sind bereits 130 Anmeldungen eingegangen, was sie hoffen lässt, dass die neu gegründete Schlei-Akademie an die alte Tradition der freien Sommerakademien und Künstlerkolonien anknüpft und in den nächsten Jahren zum Magnet wird, der alljährlich Kunstlehrende und Studierende in den hohen Norden zieht. 


Kunstschaffende mit eigenwilligen Ansätzen gesucht

Der zentrale Forschungsansatz dieser ersten inklusiven Sommer-Akademie für Bildende Kunst in Deutschland besteht darin, vorhandene Strukturen im Akademiebereich zu hinterfragen und sich mit veralteten Vorurteilen und Denkmustern auseinanderzusetzen. 

"Bei uns arbeiten professionelle Lehrkräfte, die ihr Können nicht unbedingt durch ein Hochschulzeugnis belegen müssen. Vielmehr sind wir davon überzeugt, dass künstlerische Positionen von starken Menschen überzeugend vorgetragen werden können. Wir suchen Kunstschaffende mit eigenwilligen Ansätzen und der Befähigung mit anderen zusammenzuarbeiten."

Dass auch die Kosten der Kurse für viele Kunstschaffende eine Barriere darstellen können, ist der Akademieleiterin klar. Deshalb gibt es die Möglichkeit, ein Stipendium oder eine Ermäßigung zu erhalten, indem man formlos die eigene künstlerische Position, den Werdegang oder schlicht das persönliche Bedürfnis Kunst machen zu wollen, überzeugend beschreibt und einreicht. Bereits in diesem Jahr wurden drei Voll-Stipendien und zwei Teilstipendien auf herausragende Bewerbungen vergeben.


Große Vorfreude auf die vier kommenden Akademiewochen

Mit einem vielfältigen Kulturprogramm, zu dem auch für Fans das Endspiel der Fußball-Weltmeisterschaft dazu gehörte, wurde die Eröffnung gefeiert. Es las der Dichter Arne Rautenberg aus seinen Gedichten, die sich besonders durch poetische Lautmalerei und ihren hintersinnigen Humor auszeichneten. 

Nach ihm begeisterte die Berliner Band eißzeit mit ihren rockigen, mal sanften, mal lauten Songs und ihren gefühlvollen sowie kritischen Texten das Publikum und animierte die ersten Gäste zum Tanzen. Danach trat die großartige Kappelner Band Gangway auf und es wurde gefeiert und getanzt bis in die Nacht.

Etwas war anders - auch an dieser Eröffnungsfeier, denn es gab ein kollektives Gefühl des Miteinanders, ein verbindendes Interesse an Kunst und Kultur, eine besondere, wertschätzende und kreative Atmosphäre und eine große Vorfreude auf vier intensive und spannende Akademiewochen. Das war auf dieser Eröffnungsveranstaltung überall spürbar. 

Wir wünschen der Schlei-Akademie großen Erfolg und breite Beachtung für ihre Arbeit.

 

Foto: Dr. Christina Kohla bei ihrer Eröffnungsrede in der gut besuchten Alten Maschinenhalle in Kappeln an der Schlei, Rechte: Horst Rosenberger Berlin, 2018

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