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Zwischen Außen- und Innenwelt

Bildbeschreibung: Aus einem kleinen alten Rahmen mit Schleifchen an den Ecken greifen zwei Puppenhände nach außen, zwischen den Armen liegt ein Stein, das Gesicht ist verdeckt von einer Schale, darin sind zwei bunte Metallplatten. Sie sehen aus wie zwei Lautsprecher, könnten aber auch übergroße Augen sein.
Dadaistisches Selbstporträt, 1989

Ausgestreckte Hände tauchen immer wieder in meinen Bildern auf und haben meist eine Verbindung zu Rahmen, sei es ein wirklicher Bilderrahmen im Dadaistischen Selbstporträt von 1989 oder die Sehnsucht, den Rahmen oder Rand des Bildes zu entgrenzen wie im Bild "Xangô" von 2004.

Es handelt sich immer um die Sehnsucht nach Freiheit von und zu den Dingen. Oder, wie Beuys sagen würde: Freiheit und Unsicherheit (How to be an artist).

Es ist die Befreiung von Erwartungen und sozialer Begrenzung durch ein geregeltes, bürgerliches Leben, das mir durch die Umstände meines Lebens – Mutterschaft, Heirat mit einem Brasilianer, Krankheiten – nicht möglich und in einer inneren Sehnsucht auch nicht wirklich gewünscht ist.


Bildbeschreibung: Eine in rot und weiß geschmückte schwarze Frau hält ihre linke Hand hoch, dem Betrachter entgegen, in ihrer rechten Hand hält sie eine Art Tomahawk hoch.
Xangô, 2004

Meine inneren Bilder – und alle meine gemalten oder gestalteten Bilder sind innere Bilder, die mir Dinge über mich selbst sagen, die ich mir selbst nicht immer eingestehe – sagen mir das.

Während meiner Chemotherapie, als mein Leben in Frage gestellt war, entschied ich mich für zwei Dinge: für meine Familie – mein Kind und meinen Mann (weil ich beispielsweise nicht ins Krankenhaus ging, sondern zu Hause blieb) – und für meine inneren Bilder, meine eigene Wirklichkeit. 


Bildbeschreibung: Eine Frau ist in Schwarz gekleidet und trägt eine Augenbinde. Ihre Hände sind mit den Innenflächen nach oben fragend in die Welt gerichtet. Der Hintergrund ist weiß gestaltet mit Schatten in Umbra-gebrannt. Lediglich ein Hauch von Preußisch-Blau läuft über ihre Arme. Die Frau erscheint wie erstarrt, ihre Haut und Muskeln wie lebendiger Stein.
Die Suchende, 2009 (Ausschnitt)

Ich entschied mich intuitiv nicht für die äußere, sondern für die innere Welt.

Die Rahmen erzählen von der Abgrenzung zur Welt und der Kommunikation zwischen den Innen- und den Außenwelten.
Ich assoziiere sie mit meinem Lieblingstier und Alter Ego, der Schildkröte, die ihren Kopf nach außen und innen wenden kann.

von Inga Scharf da Silva




Dieses eine Bild

Das Bild (50 x 70 cm Querformat) ist mit Umbra gemalt und nur mit weiß aufgehellt. Der Stein im Hintergrund umfasst die ganze Breite des Bildes. Im Vordergrund liegt eine Frau. Ihr Körper ist nur in seinen Formen angedeutet und es erscheint der Eindruck, sie sei ein Teil der aufgerissenen Erde.

von Johanna Schmidt


"...und beim Malen dieses Bildes ging es mir nicht gut. Daraus resultiert auch das dunkle, fast ins Schwarze gehende Blau des Meeres. Ich fühlte und stand auf einer bebenden Erde, ich lehnte an Hügeln, die braun sich verfärbten, ich sah Wolken, die sich verdunkelten, wie es dunkel war in meinem Leben, damals. Heute ist das anders...“ Zitat-Ende.

Bis hierhin könnte es der Satz sein, den ein Mensch beim Treffen mit anderen bereit ist preiszugeben. Bei Menschen, die ihm vertraut sind. Ohne Angst vor un-kritischen Fragen, keine Angst vor Blöße, und wenn doch, keine Scheu, diese Blöße zu zeigen. Hier ist die Erwähnung dieses Gefühlsdramas beim Betrachten eines Bildes akzeptiert. Nur hier.

Nicht in nachfolgender  Situation.

Da steht er. Schaut in die Runde, die seine nächste Aktion beobachtend, darauf wartet, was und ob überhaupt etwas geschieht. Und es geschieht folgendes...

[zum ganzen Text]

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